Segringen

Weithin sichtbar liegt das uralte Pfarrdorf Segringen auf einem schmalen Bergsporn der Schwäbischen Alb, etwa 2 km westlich der ehemaligen freien Reichsstadt Dinkelsbühl. Der Name verrät die wohl im späten 5. Jhdt. n. Chr. entstandene Alemannensiedlung eines Segro. Erstmals urkundlich erwähnt wird Segringen um 1156/60.
Die großenteils noch romanische, Dorfbild und Landschaft beherrschende Kirche und der ebenso ungewöhnliche wie beeindruckende Friedhof mit seinen einheitlichen, blattgoldverzierten schwarzen Holzkreuzen, beide unter Denkmalschutz, sind die gestalterischen Höhepunkte des Dorfes und haben Segringen bei kunst- und kulturgeschichtlich Interessierten bekannt gemacht. In der Literatur hat Johann Peter Hebel besonders mit seinem "
Barbier von Segringen" dem Ort ein Denkmal gesetzt.
Kompakt staffeln sich fränkische Steilgiebelhäuser mit großen, ruhigen Dachflächen den steilen Hang zur Kirche hinauf; sie bieten ein schönes Bild einer geschlossenen bäuerlichen Siedlung. Trotz der Dichte der Bebauung sind Besonnung, Durchlüftung, Wohnqualität durch den Höhenversatz durchwegs gut. Dabei haben sich Neubauten in größerer Zahl - teils Ersatzbauten für Kriegsverluste - wie selbstverständlich in die alte Dorfstruktur eingefügt.

Kleinere Erweiterungen nach Süden und Norden und eine westlich des Dorfes entstandene neue Wohnsiedlung führen die Bau- und Dachlandschaft des gewachsenen Altorts zwanglos fort..